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Leitfaden überarbeitet

Der Lenkungskreis "Krisenprävention und Intervention" hat den Leitfaden für Schulen im Kreis Borken überarbeitet. Das aktuelle Vorwort des Landrates Dr. Kai Zwicker lautet:

"Sehr geehrte Schulleitungen, sehr geehrte Mitglieder der schulischen Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention im Kreis Borken, im Jahr 2010 habe ich Schulaufsicht, Schulpsychologie und Kreispolizei beauftragt, ihre jeweiligen gewaltpräventiven Aktivitäten und ihre Strategien zur Krisenintervention im „Lenkungskreis Krisenprävention und Krisenintervention an Schulen des Kreises Borken“ abzustimmen und zu vernetzen. Berichte über Mobbing oder andere Formen von Gewalt an Schulen nahmen seinerzeit zu und erforderten unsere gemeinsame Aufmerksamkeit. Der Amoklauf an der Schule in Emsdetten vor nunmehr über 10 Jahren hatte gezeigt, dass solche Ereignisse auch nicht vor dem ländlichen Raum haltmachen. Seitdem ist Vieles erreicht worden, wie z.B.:

  • An allen weiterführenden Schulen des Kreises gibt es innerschulische Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention.
  • Die lokalen Krisenstrukturen haben sich vernetzt.
  • Die Notfallkonzepte zur gemeinsamen Krisenprävention und -intervention an Schulen wurden entwickelt.
  • Der Lenkungskreis Krise veranstaltet regelmäßig Fortbildungen und Arbeitskreise zu der Thematik   und qualifiziert weitere Lehrkräfte zur Krisenbewältigung.   
  • Der hier vorliegende Leitfaden erschien erstmalig 2012 und liegt nun in dritter Auflage vor.
  • Die Schulen im Kreis Borken wurden nahezu flächendeckend in teilweise mehrtägigen Veranstaltungen fortgebildet.
  • Konzepte zur technischen Prävention wurden mit Schulträgern abgestimmt.
  • Objektakten aller Schulen wurden mit der Polizei abgestimmt und werden fortlaufend aktualisiert.

Eine erhebliche Anzahl schulischer Krisensituationen konnte gemeinsam von Schulen und Mitgliedern des Lenkungskreises Krise bewältigt werden. Das bedeutet nicht, dass die Aufgabe nun abgearbeitet ist. Wir tun vielmehr gut daran, sie nachhaltig im Auge zu behalten. Ich möchte Sie daher bitten, weiterhin so engagiert wie bisher an dem Ziel der „guten und sicheren Schule“ zu arbeiten. Der Fokus der Krisenprävention richtet sich daher nicht mehr ausschließlich auf zielgerichtete schwere Gewalt, sondern berücksichtigt auch die alltäglichen schulischen Krisensituationen im   Kontext von Konflikten, Unfällen oder Todesfällen im Umfeld von Schule.   Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen um ein positives und friedliches Schulklima! Dieser Aufgabe fühlen wir uns als Kreis Borken verpflichtet und ich darf Ihnen versichern: Wir unterstützen Sie weiterhin auf vielfältige Weise."

Die Printausgabe wird den Schulen im Kreis Borken demnächst zugeschickt.

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