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Effektive Elternschaft in Corona-Zeiten

Haim Omer ist ein israelischer Psychologe, der in Deutschland v.a. durch das Konzept der "Neuen Autorität" bekannt geworden ist. Zuvor hat er sich damit beschäftigt, wie Menschen Krisensituationen gut bewältigen können. Seine Erkenntnisse lassen sich auf die derzeitige Corona-Situation durchaus übertragen.

Das Fazit seiner Forschung nennt Omer das "Kontinuitätsprinzip": "In Krisen- und Katastrophenfällen sollte die Erhaltung und Wiederherstellung funktionaler, zwischenmenschlicher und persönlicher Kontinuitäten auf individueller, familiärer, organisatorischer und gemeinschaftlicher Ebene angestrebt werden." Übertragen auf unsere aktuelle Situation unter Corona-Einschränkungen ist gemeint, dass es Kindern und Jugendlichen hilft, wenn ihre Eltern und Lehrkräfte möglichst die alltäglichen Gewohnheiten beibehalten.

"Für einen zehnjährigen Jungen umfasst die funktionelle Kontinuität Routinen wie rechtzeitiges Aufstehen, Anziehen, Frühstücken und rechtzeitig zur Schule kommen, Durchlaufen des Schultages, Erledigung von Hausaufgaben, Ausübung anderer regelmäßiger Tätigkeiten (wie Sport oder Hobbys), Pflege der persönlichen Hygiene und Einschlafen zur vorgeschriebenen Zeit. Zwischenmenschliche Kontinuität umfasst jene Handlungen, die seine Beziehungen zu Eltern, Geschwistern, Großeltern, Freunden, Klassenkameraden, Lehrern usw. aufrechterhalten."

Hilfreich ist es also, solche Gewohnheiten so weit wie möglich auch unter den Corona-Einschränkungen aufrechtzuerhalten. Dies stärkt Kinder und Jugendliche und wirkt vorbeugend dagegen, dass sie problematische Gewohnheiten entwickeln, wie beispielsweise Mediensucht, Antriebslosigkeit oder Schulmeidung.

Quelle: Haim Omer

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