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@Corona: Wie können Eltern und Lehrer mit Schülern über Katastrophen/Krisen sprechen?

© alexsokolov – stock.adobe.com.

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Wie können Lehrpersonen und Eltern im Rahmen ihrer pädagogischen und erzieherischen Verantwortung Ängsten und Fragen von Schülerinnen und Schülern zu aktuellen Krisenereignissen angemessen begegnen? Die Grundhaltung kann sein: Schulen und Eltern haben eine Verantwortung Schülerinnen und Schülern gegenüber, ihnen auch in schwierigen Situationen einen Rahmen zu bieten, um ihren Ängsten und Fragen angemessen zu begegnen und diese auszudrücken, aber auch ggf. möglichen  Betroffenen ihr Mitgefühl auszudrücken.

 

Hinweise hierzu der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken:

  • Eltern und Lehrkräfte sollten mit Kindern auf altersgerechte Weise über die Fakten sprechen und nicht versuchen die Katastrophe zu beschönigen. Dabei sollte man aber nicht ausführlich über belastende Details sprechen. Je jünger Kinder sind, desto besser ist es, wenn vertraute Menschen wie Eltern oder Klassenlehrerin mit ihnen sprechen und nicht fremde Experten.
  • Bleiben Sie dabei bei den Fakten und beteiligen sie sich nicht an Spekulationen. Wenn Sie etwas nicht wissen, sagen Sie, dass Sie es nicht wissen (aber sich ggf. kundig machen und dann die Information weitergeben werden).
  • Eltern und Lehrkräfte müssen die Aufgabe bewältigen, die eigenen Emotionen zu kontrollieren: eigene Ängste, Mitleid oder auch Empörung sind starke Gefühle. Notwendig ist aber, die eigenen Gefühle nicht auf die Kinder zu übertragen. Unsichere Erwachsene verstärken die mögliche Verunsicherung der Kinder.
  • Die Erwachsenen sollten auf Befindlichkeiten der Kinder eingehen: schon das Benennen der Gefühle hilft. Warum stellt das Kind Fragen? Was ist die Befindlichkeit dahinter? Es hilft, über Gefühle zu sprechen, ohne dass die Erwachsenen auf alles eine Antwort haben. Wichtig ist die Botschaft „Ich höre dir zu, du kannst mit mir sprechen, wir informieren uns gemeinsam!“
  • Schon viele Erwachsene fühlen sich von der heutigen Kommunikationsdichte überfordert und man hört derzeit häufiger „Ich kann die ganzen schlechten Nachrichten nicht mehr hören!“ Eltern sind daher gut beraten, die Informationsflut, insbesondere der Katastrophenbilder zu dosieren. Zudem sollten Kinder mit belastenden Fernsehbildern nicht allein gelassen werden.
  • Um das Sicherheitsgefühl der Kinder zu stärken, sollte sachlich über die Gefährdung in Deutschland gesprochen werden. Dies kann je nach Ereignis, um das es geht bzw. je nach „Nähe“ des Ereignisses, unterschiedlich sein. Je nach Alter  kann das Thema ggf. im Unterricht aufgegriffen und hier versachlicht werden. Gute Medienberichte können hier als Anschauungsmaterial herangezogen werden. Auch hier ist es Aufgabe der Erwachsenen, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen und panikmachende Berichte zu filtern bzw. je nach Altersstufe diese als solche zu benennen (Stichwort: Medienkompetenz). Die Curricula geben an verschiedenen Stellen Anknüpfungspunkte (z.B. Naturkatastrophen in Erdkunde, Umgang mit Tod und Trauer im Religionsunterricht, verschiedene Waffengesetze in den USA und in Deutschland im Gesellschaftskundeunterricht usw.).
  • Sollten Lehrerinnen und Lehrer hierzu Fragen haben, steht ihnen die Regionale Schulberatungsstelle gerne zur Verfügung. Nutzen Sie z.B. unsere täglichen Telefonsprechstunden.

Ähnliche Tipps zum Thema findet sich auch auf der Internetseite des Schulministeriums:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/Coronavirus_Interview/index.html

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