RSB Borken RSB Borken

Amoklauf Florida

zum Vergrößern anklicken

Ein 19 Jahre alter ehemaliger Mitschüler hat am 14.02.2018 an einer Oberschule im US Bundesstaat Florida 17 Menschen erschossen.   Soweit man das der Presse entnehmen kann, folgt auch dieser Amoklauf dem bekannten Muster:

  • Brüche in der Entwicklung (u.a. Adoptiveltern beide kürzlich verstorben)
  • Auffälliges Verhalten
  • Konflikte in der Schule (aggressive Auseinandersetzungen)
  • Schulverweis
  • Faszination für Waffen
  • Deutliches "Leaking": Posten von Tierquälereien, Ankündigung des Amoklaufs
  • Akribische Vorbereitung
  • Er wurde von der Schulleitung bereits als potentiell gefährlich eingestuft.  

Scheinbar sind (auch in diesem Fall) die der Schule und der Polizei bekannten Puzzlesteine im Vorfeld nicht konsequent zusammengetragen worden. Nur aus einer solchen Zusammenschau aller bekannter Fakten lässt sich die Substanz von Drohungen beurteilen.

Damit Schulen, Polizei und Schulpsychologie nicht aneinander vorbei arbeiten gibt es im Kreis Borken den "Lenkungskreis Krisenprävention / Intervention" Der enge Zusammenschluss von Polizei und Schulpsychologie hat sich seit 2010 vielfach bewährt bei der Prävention, Intervention und Aufarbeitung schulischer Krisen. Insbesondere bei der Einschätzung von Drohungen ist die enge Zusammenarbeit sehr hilfreich.

Der Lenkungskreis gibt Schulen folgende Empfehlungen:

  • Beraten Sie auffälliges Schülerverhalten frühzeitig im schulischen Krisenteam.
  • Nehmen Sie die Einschätzung von Drohungen usw. nicht allein vor, sondern ziehen Sie frühzeitig den Lenkungskreis hinzu – selbst wenn es nur um eine erste telefonische Abklärung geht.
  • Denken Sie auch an die „stillen“ Schülerinnen und Schüler, die sonst „durchs Raster“ fallen.  
  • Sind Schülerinnen und Schülern durch solche Ereignisse/Nachrichten verunsichert, haben wir für Lehrkräfte eine kurze Handreichung zum Umgang damit zusammengestellt.

Mehr Information gibt es im schulischen Notfallordner und in der Handreichung des Lenkungskreises, die an alle Schulen versendet wurde. Dort finden Sie auch die Nummer des Krisenhandys der Regionalen Schulberatungsstelle. Sie können aber auch über das Sekretariat Kontakt mit  der RSB bzw. Dr. Borchers als krisenbeauftragten Schulpsychologen aufnehmen: 02861 822527.

Nach oben