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Krisenintervention

Schulen sind Orte, in denen viele Menschen täglich zusammenkommen und eine erhebliche Zeit zusammen verbringen. Neben aufbauenden und erfreulichen Erfahrungen, Kontakten und Erlebnissen gibt es immer auch unangenehme Ereignisse. Die  kleinen "Krisen" werden von allen Beteiligten täglich bewältigt und immer mehr Schulen erkennen, dass erfolgreiches Lernen nur in einem entsprechend guten Schulklima erfolgen kann.  Die  Präventionsarbeit von Schulen in Hinblick auf Schulprobleme jeder Art kann aber nicht verhindern, dass Schulen u.U. mit Ereignissen konfrontiert werden, die ein professionelles Krisenmanagement erfordern. Solche Ereignisse können sein:

So verständlich es ist, die Gedanken an solche Ereignisse zu verdrängen, so notwendig ist es aber andererseits, sich auf solche Ereignisse vorzubereiten. Ist eine Krise erst eingetreten, fehlt die Zeit, Pläne zu entwickeln! In einer Krisensituation brauchen Kinder und Jugendliche starke Erwachsene um sich. Hilflosigkeit und Unsicherheiten im Umgang mit Krisen sind Grundlage problematischer Reaktionsmuster von Lehrkräften. Das katastrophale Geschehen am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt und weitere Schülerattentate haben in Deutschland die Wahrnehmung dafür geschärft, dass Schulen Notfallpläne und konkrete Handlungsanleitungen zur Krisenintervention bereithalten sollten.*

Dabei sollten Schulen aus verschiedenen Gründen nicht allein auf außerschulische Hilfen setzen:

Wir denken, dass Schulen sich nicht auf alle Ereignisse vorbereiten können, empfehlen aber mindestens die Vorbereitung auf die Konfrontation mit Unfällen,Tod, Trauer, ernsthaften Erkrankungen und auch Suizid. "Was sagen wir den Schülerinnen und Schülern?", " Wer informiert die Eltern?", " Wie gehen wir mit Medien um?", "Wie kann Trauerarbeit geleistet werden?" Das alles sind drängende Fragen, die vorab geklärt werden können.

Die Bildung eines innerschulischen Krisenteams ist sinnvoll, das im Notfall schnell und effektiv handeln kann.

Wir haben für Sie einige Informationen zusammengetragen die helfen, Krisen besser zu bewältigen. Sie finden diese Information rechts unter "Downloads".

* Diesen Satz schrieben wir 2004. Die traurigen Ereignisse in Emsdetten (2006) und Winnenden (2009) bestätigen ihn leider.

 



Literaturtipp:

Robertz / Wickenhäuser

Der Riss in der Tafel

Amoklauf und schwere

Gewalt in der Schule.

Springer 2007

 


Literaturtipp:

Arthur Englbrecht

Roland Storath

Erziehen: Handlungsrezepte

für den Schulalltag

in der Sekundarstufe

In Krisen helfen

Berlin 2005

Buch + Material auf CD-ROM

 


Was kann ich machen, wenn ich im Internet oder bei anderen Kontakten Botschaften oder Ankündigungen über Gewaltphantasien oder Gewalttaten finde?

Die Polizei NRW hat eine "Internetwache" eingerichtet. Dort können solche Webinhalte direkt gemeldet werden.