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Sexueller Missbrauch
12.04.10

Viele Lehrer müssen künftig erweitertes Führungszeugnis vorlegen

Zum Schutz der Schüler vor sexuellem Missbrauch wollen erste Bundesländer künftig Lehrer und anderes pädagogisches Personal schärfer kontrollieren. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen sollen bereits von Mai an alle neu eingestellten Lehrer an den Schulen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Die Mehrheit der Länder will ihre bisherige Einstellungspraxis zumindest vorerst aber beibehalten. Dies ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa vom 9. April. Lehrerverbände warnten vor einem Generalverdacht gegen Lehrkräfte.

NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) wies am 5. April die Einstellungsbehörden an, die Vorlage eines erweiterten Zeugnisses bereits ab Anfang Mai zu verlangen. "Damit ist es zuverlässig möglich, allen nach Sexualdelikten vorbestraften Personen den Zugang zur Lehrerausbildung und zur Schule zu versagen", sagte sie in Düsseldorf.

In einem Schreiben an die kommunalen Spitzenverbände forderte das NRW-Bildungsministerium die Gemeinden auf, als Arbeitgeber von anderem Schulpersonal wie Mitarbeitern für Ganztagsunterricht, Sekretärinnen oder Hausmeistern ebenfalls ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis zu verlangen. Auch private Ersatzschulen wurden gebeten, analog zu verfahren, wie ein Ministeriumssprecher erläuterte.

Quelle: www.bildungsklick.de

 


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