Bei Grundschülern hat die Klassengröße keinen Einfluss auf die Leistungen der Kinder. Dies berichtet Spiegel online unter Bezugnahme auf eine Sonderauswertung der IGLU Studie von 2006, die unter der Federführung des Dortmunder Schulforschers Wilfried Bos vorgenommen wurde.
Die Studie belegt allerdings erneut den Einfluss der sozialen Herkunft auf die Schulkarriere. Das schreibt auch die Süddeutsche Zeitung, der die Studie ebenfalls vorliegt. Demnach haben Arbeiterkinder es bei gleicher Intelligenz und gleicher Leseleistung fast dreimal so schwer, von Lehrern für ein Gymnasium empfohlen zu werden, wie Kinder aus der Oberschicht. Die Ergebnisse seien den Kultusministern jetzt vorgestellt worden, berichtet die Zeitung. Sie stützten sich auf eine Analyse von mehr als 300 Schulklassen. Nach Angaben der Wissenschaftler wäre es effektiver, die Unterrichtsqualität zu verbessern, statt flächendeckend die Zahl der Schüler in den Klassen zu senken.
"Kleinere Klassen bringen nichts" – das hatte Wilfried Bos bereits im Oktober 2006 auf dem Lehrerkongress während der Frankfurter Buchmesse erklärt. "Das ist die dümmste Investition, die wir machen können, einfach nur Geld da hinein zu stecken, Klassen zu verkleinern. Stattdessen müssen wir die Professionalität unserer Lehrer vorantreiben", so Bos damals wörtlich.
Quelle: www.bildungsklick.de
