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Forscher sehen Entwicklungsschäden durch TV-Konsum
04.05.10

Wer sein Kleinkind zuviel vor die Flimmerkiste setzt, bereitet den Weg für Lernschwächen und Übergewicht, behauptet eine kanadische Studie. Die Rolle des sozialen Umfeldes lassen die Forscher allerdings offen.

Eine Langzeitstudie in Kanada kommt zu dem Ergebnis, dass zu viel TV-Konsum in jungen Jahren nachhaltige Spuren hinterlässt. Kinder, die mehr als zwei Stunden pro Tag in die Glotze gucken durften, neigten auch als Zehnjährige noch zu weniger Bewegung, waren passiver im Unterricht, hatten speziell mit Mathe zu kämpfen und waren dicker.

Forscher machen TV-Konsum für diverse Verhaltensprobleme verantwortlich

"Die frühe Kindheit ist eine entscheidende Zeit für die Entwicklung des Gehirns und die Entstehung von Verhalten", sagte die federführende Autorin Linda Pagani, Professorin an der Universität Montréal. Gemeinsam mit Kollegen vom Forschungszentrum des Sainte-Justine-Uniklinikums sowie der amerikanischen Universität von Michigan verfolgte Pagani den Werdegang von 1314 Kindern, die an der Québécer Langzeituntersuchung teilnahmen. Dazu ließen sie die Eltern Tagebuch über den TV-Konsum ihrer Kleinen im Alter von 29 bis 53 Monaten (rund zweieinhalb bis viereinhalb Jahren) führen.

Quelle:Financial Times Deutschland

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