RSB Borken RSB Borken

Neuer Zertifikatskurs für Beratungslehrkräfte

Die Teilnehmenden der jetzt angelaufenen neuen Fortbildung, deren Schulleiter/innen sowie in der vorderen Reihe Heiko Dorkewitz von der Bezirksregierung Münster (1. v. l.), Schulpsychologin Kristina Timm (4. v. l.), RSB-Leiter Michael Sylla (7. v. l.) und Schulpsychologe Dr. Sascha Borchers (1. v. r.)

Die Regionale Schulberatungsstelle (RSB) des Kreises Borken startete jetzt im Auftrag der Bezirksregierung Münster wieder eine einjährige Fortbildung, in der sie innerschulische Berater auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. 23 Lehrkräfte aller Schulformen – von der Grundschule bis zum Berufskolleg – nehmen an dieser Qualifizierungsmaßnahme teil. Sie sollen danach Kolleginnen und Kollegen, Eltern und Jugendliche bei der Lösung von Schulproblemen unterschiedlicher Art unterstützen.

Das sei bereits die 14. Veranstaltung dieser Art im Kreis Borken – ein Angebot, das landesweit Vorbildcharakter besitze, erläuterte der bei der Bezirksregierung für die Lehrerfortbildung zuständige Fachleiter Heiko Dorkewitz anlässlich der Begrüßung der Teilnehmenden im Borkener Kreishaus. Die Schulpsychologen Michael Sylla (RSB-Leiter) sowie Dr. Sascha Borchers und Kristina Timm führen die Fortbildung durch. Ihnen geht es vor allem um das Training des Beraterverhaltens. Sie behandeln dabei Themen, wie individuelle Lernprobleme, Ängste von Schülern, (Cyber-) Mobbing-Problematik, schulische Krisen sowie den Kinder- und Jugendschutz. Neben Kenntnissen über Möglichkeiten der Hilfestellung werden den Teilnehmenden Informationen über ggf. einzubeziehende außerschulische Institutionen und Unterstützungsangebote vermittelt.

„Diese Form der Fortbildung ist außerordentlich effektiv“, betont Michael Sylla und konstatiert: „Wir konnten so bereits ein flächendeckendes innerschulisches Beratungsnetzwerk schaffen, das in dieser Qualität und Quantität vielleicht einmalig ist.“ Durch die Arbeit der Beratungslehrkräfte werde überdies die Regionale Schulberatungsstelle entlastet, deren Team (5,5 Planstellen) alle Schulen im Kreisgebiet schulpsychologisch begleitet. RSB-Leiter Sylla: „Wenn wir uns weniger um einzelne Schülerinnen und Schüler kümmern müssen, können wir häufiger Lehrkräfte unterstützen!“ Gerade das werde zunehmend angefragt. Sylla verweist in diesem Zusammenhang auf die zahlreiche Unterstützungsangebote der RSB für Lehrerkollegien, die im Internet unter www.rsb-borken.de abgerufen werden können.  

Anwesende Schulleiter/innen wie auch Lehrkräfte bestätigten bei der Auftaktveranstaltung, dass die Zahl der Beratungsanlässe in ihren Schulen zunehme. Mit Blick auf eingeforderte Lernbegleitung von Schülerinnen und Schülern, Konfliktklärungen, Eltern- und kollegiale Beratungen wandle sich zwangsläufig auch die Lehrerrolle. Zudem gebe es mit Inklusion und Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen weitere große Herausforderungen, hieß es.

Um diese vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können, ist ein abgestimmtes Handeln aller schulischen Akteure gefragt – Schulpsychologe Dr. Sascha Borchers unterstrich: „Schulen sollten die Aufgaben von Beratung, Krisenprävention, Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik in ein Beratungskonzept integrieren und nicht jeweils gesonderte Strukturen aufbauen.“  

Schulpsychologin Kristina Timm erarbeitete mit den Teilnehmenden anschließend, welche persönlichen Ziele sich jeder für die einjährige Fortbildung setzt. Zudem stimmte sie mit den Schulleitungen ab, wie die angehenden „innerschulischen Berater“ künftig die jeweiligen schulischen Beratungskonzepte ergänzen können.

Quelle: Kreis Borken

Nach oben