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Bekommen Mädchen tatsächlich bessere Schulnoten als Jungen?

Erhalten Frauen auf ihrem Bildungsweg tatsächlich bessere Noten als Männer? Und wenn ja, sind diese Geschlechterunterschiede über alle Länder, Fächer und Altersstufen hinweg gleich? Stecken Jungen somit wirklich in der »Krise«? Diese und weitere Fragen untersucht die Meta-Analyse »Gender Differences in Scholastic Achievement: A Meta-Analysis« von Voyer und Voyer (2014) auf der Basis von mehr als 500 Studienergebnissen, zu denen mehr als eine Million SchülerInnen und Studierende beigetragen haben.

Was fand diese Studie heraus?

In ihrer Meta-Analyse zeigen die AutorInnen, dass Schülerinnen und Studentinnen insgesamt signifikant bessere Noten erhalten als Schüler und Studenten (d = .23; kleiner positiver Gesamteffekt). Wichtige Moderatorvariablen, die diese Geschlechterunterschiede in der Notengebung beeinflussen, sind Fachbereiche, Altersgruppen und Ländergruppen. Die Befunde für die einzelnen Fachbereiche zeigen, dass die Notenunterschiede zwischen den Geschlechtern in sprachlichen Fächern signifikant größer sind (d = .37) als im Bereich der Gesamtnoten (d = .25). Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Mathematik sind hingegen sehr gering (d = .07) und signifikant kleiner als die Effekte bei den Gesamtnoten.

Quelle: Clearing House Unterricht

Studie hier aufrufen

Clearing House Unterricht ist ein Projekt der Technischen Universität München: "Das Clearing House Unterricht versteht sich als Schnittstelle zwischen Bildungsforschung und Bildungspraxis und richtet sich an Lehrerbildner in allen Phasen der Lehrerausbildung. Unser Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu effektivem MINT-Unterricht zusammenzufassen und für die Bildungspraxis zielgruppengerecht aufzubereiten. Damit leistet das Clearing House Unterricht einen wichtigen Beitrag, um die wissenschaftliche Grundlage für die Lehrerbildung und das evidenzbasierte Handeln von Lehrkräften zu verbessern und kontinuierlich auszubauen."

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